Frühlingsbepflanzung 2018 – Es wächst – und wie!

Nach dem letzten Schnee Ende März wurde der Geco.Cube.Garden Anfang April mit Salaten, Spinat, Radieschen, Kohlrabi und Erbsen sowie Petersilie, Oregano und Rosmarin bepflanzt.

Was sich bis Anfang Mai getan hat, ist auf den beiden Fotos zu sehen (links 12.04. – rechts 06.05.2018).

Das (sehr) frühsommerliche Wetter und natürlich der Wurmkompost lassen die Pflanzen schnell und kräftig wachsen.

Geco-Gartensysteme im Winter

Der erste Schnee, Kälte, Glatteis – höchste Zeit sich mit einer wichtigen Frage zu beschäftigen: Was mache ich im Winter mit meinem Geco-Gartensystem?

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten und die sind abhängig davon, was ich von meinem Gartensystem will.

Winterruhe

Alle Ökosysteme in unseren Breitengraden legen im Winter eine Erholungspause ein. Das Mini-Ökosystem von Geco-Gardens ist menschengesteuert und wir können entscheiden, ob wir die Erholungspause mitmachen.
Arbeitsschritte wären dann: Technik abschalten und die Würmer frostfrei aber kühl lagern. Denn wenn die Würmer den Winter über im System gelassen werden, erfrieren sie. Der beste Winterplatz für die Wurmkiste ist ein Keller oder eine Garage. Bei den kühlen Temperaturen dort, fahren die Würmer ihren Stoffwechsel herunter und machen Winterruhe. Man kann sie ab und zu füttern und die Wurmkiste nach dem Winter einfach genauso wie sie ist wieder ins System einsetzen. Wer keine Möglichkeit oder keine Lust hat, die Würmer durch den Winter zu bringen, kann sie auch im Herbst „aussetzen“ und im Frühjahr neue bestellen (bei Geco-Gardens oder im Angler-Bedarf).
Geco-Holzsysteme sollten im Winter außerdem gegen Feuchtigkeit geschützt werden.

Winterbepflanzung

Auch im Winter kann man einige Pflanzen anbauen (z.B. Feldsalat oder Kohlsorten). Das Geco-Gartensystem als Ganzes funktioniert bei Dauerfrost allerdings nicht; wie oben schon erwähnt, erfrieren die Würmer. Damit ist der Wasser-Nährstoff-Kreislauf im System unterbrochen. Deshalb gelten bei Winterbepflanzung die selben Arbeitsschritte wie oben: Technik abschalten und Würmer aus dem System nehmen. Das Geco-Gartensystem funktioniert dann wie ein normales Hochbeet mit Winterbepflanzung.

In der Wohnung weiter gärtnern

Für alle, die im Winter nicht auf eigenes, frisches Gemüse verzichten wollen, gibt es noch diese dritte Möglichkeit. Allerdings braucht es dabei mehr, als das Gartensystem einfach in die Wohnung zu stellen. Es muss eine Lösung für die Energie-Bereitstellung gefunden werden. Und in den meisten Fällen brauchen die Pflanzen zusätzliche Beleuchtung. Ein weiterer Knackpunkt ist der Wurmkompost – wer die Wurmkompostierung richtig beherrscht, wird sie auch in der Wohnung geruchlos durchführen können.
Wenn das gegeben ist, kann man mit dem Geco-Gartensystem indoor weiter gärtnern.

Alle drei Möglichkeiten haben ihre Berechtigung. In den ersten beiden Fällen, kann man im Sommer bereits für den Winter vorsorgen und die überschüssige Ernte einkochen, fermentieren oder einlegen. Um im Winter selbst noch frisches Gemüse zu erzeugen, braucht man eine gewisse Gärtner-Erfahrung.

Schreiben Sie uns doch, welche Möglichkeit Sie bevorzugen und welche Infos noch hilfreich wären. Wir sind ständig damit beschäftigt, unsere Garten-Systeme noch besser zu machen. Deshalb führen wir momentan auch eine Crowdfunding-Kampagne durch. Schauen Sie doch mal auf der Website vorbei!

Balkongemüse statt Supermarkt – Artikel im edit.Magazin

Multimediareportage über das urbane Gärtnern, dessen gesellschaftlichen Mehrwert erläutert durch Niko Paech (Prof. für Plurale Ökonomik, Universität Siegen) und natürlich die Geco-Kreislaufsysteme.

Sehr lesens-, hör- und anschauenswerter Artikel mit Animation des Geco-Anbauverfahrens und O-Tönen von drei Geco-Gärtner/innen.

Vielen Dank an Lena Böhler, Leonie Oberst und Anna Zimmermann (Studenten der Hochschule der Medien in Stuttgart) für den klasse Artikel.

Hier gehts zur Multimediareportage: http://www.edit-magazin.de/geco-gardens.html-0

Geco-Gardens im Radio-Interview bei SWR 4

‚Urban gardening Start Up hofft auf EU-Förderung‘ 

so lautet der Titel des Beitrages über Geco-Gardens, der am 30.11. in der Sendung ‚Studio Stuttgart‘ auf SWR 4  gesendet wurde.

Ein paar Tage zuvor hat die Autorin Sandra Kolnik Bastian vor einem Geco-Gartensystem zu dessen Funktionsweise und die Geco-Gärtnerin Carina Lang zu ihren bisherigen Erfahrungen interviewt: „Ich konnte schon relativ viel ernten, vor allen Dingen Salat und Spinat […] sogar soviel, dass ich schon abgeben musste“ (Carina Lang, Geco-Gärtnerin).

Den sehr hörenswerten Beitrag gibt es hier (mp3, 2:36min):

(SWR 4 Studio Stuttgart, 30.11.2017, Autorin: Sandra Kolnik)

 

 

Wurmtee

Wurmtee ist ein Nebenprodukt der Wurmkompostierung. Überschüssiges Wasser sickert im Kompost nach unten und nimmt alles mit, was wasserlöslich ist. Wurmtee ist somit ein flüssiger Bio-Dünger. Er hat die selben Bestandteile wie Wurmlosung aber in konzentrierter Form (Nährstoffe, Pflanzenwachstumshormone, Mikroorganismen). Bevor man ihn auf Pflanzen anwendet, kann man ihn mit bis zu fünf Teilen Wasser verdünnen. Wenn man Leitungswasser verwendet, sollte man es vor dem Mischen eine Stunde stehen lassen, damit das Chlorgas entweicht. Das würde sonst den Mikroorganismen schaden. Der Wurmtee kann dann als Gießwasser oder als Blattdünger (mittels Sprühflasche) verwendet werden.

Für Wurmtee gibt es auch eine andere Herstellungsart: Dabei wird fertiger – also fester – Wurmkompost einige Stunden mit Wasser und Melasse angesetzt und mit Hilfe einer Sauerstoffpumpe belüftet. Dieses „Brauen“ soll aktivere Mikroorganismen hervorbringen.

In beiden Fällen stinkt der Wurmtee. Allerdings nur, bis er auf die Pflanzen aufgetragen wurde. Denn dann kommt er Sauerstoff in Kontakt und verliert seinen schlechten Geruch.

Im Geco-Gartensystem wird der Wurmtee ständig nebenbei genutzt: Er wird aus dem Kompost ausgewaschen, im Wassertank belüftet und über die Wasserpumpe auf die Pflanzwannen verteilt. Weil das so regelmäßig und mit hoher Sauerstoffzufuhr geschieht, stinkt das System überhaupt nicht. Unser Crowdfunding-Video zeigt, wie’s funktioniert.

Warum ist es wichtig, Kreisläufe zu schließen?

In der Natur gibt es in letzter Konsequenz keinen Abfall. Ökosysteme können sich selbst erhalten. Das bedeutet, kein Ökosystem produziert Stoffe, die es nicht wieder zerlegen und neu nutzen – also recyceln – kann. Der Mensch stört dieses No-Waste-Prinzip mit mehreren Handlungen. Erstens: Der Mensch produziert Materialien, die die Natur selbst in Jahrhunderten nicht zerlegen und neu nutzen kann. Damit vermüllt und vergiftet er die Erde. Da die Kapazität der Erde für solche Materialien Grenzen hat und wir zukünftigen Generationen nicht zumuten möchten, auf einem Müll-Planeten zu leben, sollten wir diese Praktiken – so bequem und günstig sie auch sind – beenden und vermehrt auf recycelbare Materialien zurückgreifen.
Zweitens: Der Mensch betreibt Bergbau und entnimmt der Erde dabei Stoffe, die eigentlich für niemanden verfügbar wären. Daran hat der Mensch sich gewöhnt und ganze Industriezweige sind abhängig davon. Die Rohstoffe werden allerdings immer knapper. In Zukunft wird es vermehrt zu Rohstoffengpässen kommen. Darum wird das Recycling dieser Stoffe wichtiger.

Auch die Lebensmittelproduktion ist von diesem Problem betroffen. Die Herkunft mineralischer Dünger für Landwirtschaft und Gärtnerei liegt im Bergbau. Diese Art von Düngern war für die Ertragssteigerungen im letzten Jahrhundert enorm wichtig und auch bei der Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung würde man gerne uneingeschränkt darauf zurückgreifen. Aber auch diese Mineralien werden knapp. Und das bedeutet, dass wir sparen müssen.

Geco Gardens baut deshalb auf Nährstoff-Recycling. Nährstoffe aus Bioabfällen werden ins Gartensystem zurückgeführt. Im Prinzip bilden wir ein funktionierendes Ökosystem nach: Wir produzieren Gemüse, Früchte, Salate und Kräuter aus den Nährstoffen der Gemüse-Früchte-Salat-Kräuter-Reste der letzten Saison. Und wir nutzen die Sonne als einzigen Energielieferanten im System. Das macht Geco-Gartensysteme so einzigartig und faszinierend.

Unter Geco-Gartensysteme ↑ gibt es einen Film, in dem wir unser Nährstoff-Recycling mit Bildern erklären.

Wie viel Bioabfall landet bei Ihnen jährlich in der Biotonne?

Im Schnitt sind es bei jedem Deutschen zwischen 50 und 60 kg (Daten: Statistisches Bundesamt). 50 kg – das ist so viel wie 100 Salat-Köpfe. Oder 320 Paprikas. Oder 600 Tomaten. Also ziemlich viel. Dabei ist dieser „Müll“ eigentlich etwas wert.

Menschen, die einen Garten haben, kennen das: Man wirft Bioabfälle teilweise oder ganz auf den Komposthaufen und im Jahr darauf nimmt man den fertigen Kompost als wertvollen Bio-Dünger für die Pflanzen. So einfach ist das. In der Stadt – auf einem Balkon, einem Flachdach oder in einem Innenhof geht das nicht. Die Prozesse laufen hier erstmal nicht von selbst, weil die Kompostwürmer und andere Kompost-Lebewesen fehlen. Aber auch auf Balkonen, Flachdächern und in Innenhöfen kann man Gärten anlegen und die Wurmkompostierung nutzen. Dann entsteht aus 50 bis 60 kg „Müll“ jedes Jahr der beste natürliche Dünger für die eigenen Pflanzen. Wie? – Zum Beispiel so.

Wir von Geco-Gardens wünschen uns, dass mehr Menschen Bioabfälle zu Bio-Dünger machen und sich dabei einen grünen Daumen verdienen. Wer das gut findet, sollte uns unterstützen: Liken, weitersagen, an unserer Crowdfunding-Kampagne teilnehmen. Dankeschön!

Was bedeutet „bio“?

Was ist eigentlich ein Bio-Lebensmittel konkret?

In diesem kurzen Artikel möchten wir den Unterschied zwischen „bio“ und „nicht-bio“ im Bezug auf den Düngemittel-Einsatz erklären. Im Prinzip kann man auf zwei verschiedene Arten düngen: Synthetisch oder organisch.

Was ist der Unterschied? Synthetische Düngemittel werden von Menschen hergestellt (also „künstlich“, darum auch „Kunstdünger“). Man verwendet dafür chemische und physikalische Verfahren. Organische Düngemittel entstehen durch Verrottung von Biomasse in der Natur mit Hilfe von kleinen Säugetieren, Würmern, Insekten und Mikroorganismen. Ein Beispiel für einen organischen Dünger ist Wurmkompost.
Ein großer Nachteil der synthetischen Dünger ist der immense Energieaufwand, der für ihre Herstellung nötig ist (u.a. beim sogenannten „Haber-Bosch-Verfahren“ zur Ammoniak-Herstellung). Kompostwürmer hingegen machen aus Bioabfällen ohne Einsatz fossiler Energie und ohne negative Nebeneffekte, völlig kostenlos wertvollen Dünger. Da ist es unverständlich, warum das so wenig genutzt wird. Insbesondere beim privaten, klein strukturierten Gärtnern. Dass aus Biomüll so einfach hochwertiger Bio-Dünger wird, kann sogar in der Stadt genutzt werden. (Wie? – Zum Beispiel so) Wenn mehr Menschen auf synthetische Dünger verzichten und stattdessen auf die Wurmkompostierung zurückgreifen, ist für das Klima und für ihren persönlichen Geldbeutel viel gewonnen.

Das Wurmkompost-Prinzip nutzen wir bei unseren Geco-Gartensystemen. Das ist nicht nur umweltschonend, sondern auch sehr bequem für die Geco-Gärtner: Keine zusätzlichen Ausgaben für Dünger, direktes Recycling des eigenen Bioabfalls und genaues Wissen darüber wie und womit die eigenen Lebensmittel gewachsen sind.

Diese Vorteile möchten wir für mehr Menschen verfügbar machen und deshalb läuft im Moment unsere Crowdfunding-Kampagne.

Düngen

Warum dünge ich überhaupt?

Wie jedes andere Lebewesen auch, braucht die Pflanze Nährstoffe für ihr Wachstum und ihre Entwicklung. Diese Nährstoffe bekommt sie überdie Wurzeln aus dem Boden. Jede Pflanzenart braucht einen individuellen „Nährstoff-Cocktail“, um sich ideal zu entwickeln. In der Natur ist es so: Wenn der Boden an einem Ort für die Pflanze nicht passt, ist sie nicht konkurrenzfähig und muss das Feld anderen Pflanzen überlassen.
Im Garten funktioniert das genauso. Nur dass der Gärtner eben nicht die Pflanzen an den Boden anpassen will, sondern den Boden an die Pflanzen, mit denen er gerne gärtnert. Eine wichtige Komponete davon ist richtig zu düngen.

Unsere heutigen Gemüse- und Obstpflanzen sind darauf angelegt, große, schöne und gleichmäßige Früchte, Knollen oder andere Ertragsorgane zu bilden. Um das zu schaffen, brauchen die Pflanzen Nährstoffe in großen Mengen. Die sind üblicherweise in der normalen Gartenerde nicht vorhanden. Man sollte also düngen – die Nährstoff-Depots im Boden so auffüllen, dass er ideal zu der Pflanze passt, die gerade dort wachsen soll. Dann kann man eine gute Ernte einheimsen.

Im Geco-Gartensystem nutzen wir ein ausgeklügeltes Verfahren, um die Pflanzen mit allem zu versorgen, was sie für gesundes Wachstum brauchen. Im integrierten Wurmkompost werden die eigenen Bioabfälle wieder zu Nährstoffen für die Pflanzen. Kompostwümer scheiden die sog. Wurmlosung aus. Diese enthält neben allen essentiellen Pflanzennährstoffen auch günstige Bodenmikroorganismen, die die Pflanzenverfügbarkeit der Nährstoffe steigert und natürliche Pflanzenwachstumhormone enthält: Düngen nach dem Vorbild der Natur!

Wie das genau funktioniert können Sie sich hier anschauen!